Heimwerker aufgepasst: Die wichtigsten Tipps zum Arbeiten mit dem Pinsel

Die Sonne lacht, der Tag ist jung und man möchte der Wohnzimmerwand einen neuen Anstrich verleihen.

Man packt (noch) enthusiastisch das Werkzeug und seine Pinsel aus und fängt an zu streichen.

Bereits nach wenigen Zügen wird einem klar: Die Pinsel sind verformt, zerfranst und streichen fürchterlich.

Warum?

Das kann an der falschen Pinselwahl, falscher Pflege und dem falschen Material liegen. Deshalb haben wir für Sie die wichtigsten Tipps zum Arbeiten mit dem Pinsel zusammengestellt.

Die Lagerung und Pflege von Pinseln ist enorm wichtig. Pinsel sind wie eine Diva und sind sehr empfindlich. Deshalb hier die wichtigsten Pflegetipps für ihre Pinsel:

8 Tipps für die Pinselpflege

  • Bevor Sie den Pinsel benutzen und sich an die Arbeit machen, stellen Sie den Pinsel ins Wasser. Dadurch lösen sich Schmutzreste und wie auch mögliche Rückstände von Leim und Co. Außerdem strafft sich durch das Wasser der Vorbund und die Borsten des Pinsels werden dadurch fest.
  • Besondere Pflege müssen Lackierpinsel bekommen (Pinsel, mit denen Lack oder andere „hartnäckige“ Stoffe verarbeitet werden). Lackierpinsel müssen nämlich mit dem Anstrichstoff, mit dem gestrichen werden soll, zunächst „eingearbeitet“ werden. Ein einmal „eingearbeiteter“ Pinsel darf nicht mehr für einen anderen Anstrichstoff verwendet werden.
  • Pinsel und Bürsten, die für wasserverdünnbare Anstrichstoffe gebraucht werden (also nicht für Lacke), müssen nach dem Anstrich gründlich ausgewaschen werden und frei hängend aufbewahrt werden. Dies ist wichtig, damit die Pinsel nicht verformt werden und auch abtropfen können. Nach dem Auswaschen sollte man die Pinsel kraftig aussschlagen oder ausschleudern, damit keine Reste des Wasser-Farb-Gemischs im Pinsel bleiben.
  • Wenn der Pinsel an der vorderen Spitze zerfranst, dann nennt man das einen „Schwalbenschwanz“. Diese „Schwalbenschwänze“ entstehen in der Regel, wenn man den Pinsel beim Streichen nicht dreht, also immer nur die gleiche Seite an die Wand legt. Außerdem sollte man den Pinsel nicht zu tief eintauchen, weil auch dadurch ein „Schwalbenschwanz“ entstehen kann, wenn man den Pinsel gegen den Boden drückt. Zuletzt könnte der Pinsel durch das tiefe Eintauchen seine Elastizität verlieren, weil die Farbe bis zum Vorbund reicht.
  • Bei der Reinigung darf man keine Reste zurücklassen. Egal wofür der Pinsel verwendet wird (Kleistern, Malen, Lackieren).
  • Zu heißes Wasser bei der Reinigung und zu trockene Lagerung des Pinsels sorgen für „Haarausfall“ beim Malerpinsel.
  • Bevor man einen Pinsel verstaut, sollte dieser vollkommen trocken sein.
  • Pinsel dürfen nicht verkrümmt gelagert werden. Außerdem darf man Pinsel nicht über Nacht im Eimer liegen lassen oder im Anstrichstoff stehen lassen.

Diese Hinweise sollte man auch bei Farbrollern beachten. Getrocknete Farbreste können ganz schön lästig werden. Deshalb heißt es immer: Gründlich reinigen.

Weitere nützliche Tipps zu Pinseln

Die Pinselart und -größe sollte immer an die Größe und Art der Fläche angepasst werden, damit ein zügiges Arbeiten möglich ist. Trocknet die Farbe nämlich, bevor man mit der nächsten Bahn beginnt, sieht man Streifen. Dies ist einer der häufigsten Fehler beim Streichen.

Benutzen Sie für den richtigen Zweck die richtigen Pinsel. Es gibt

  • Flachpinsel (Der Klassiker)
  • Ringpinsel (Wird zumeist bei Lackierungen von Türen und Fensterrahmen verwendet. Beim Streichen regelmäßig drehen, damit sich der Pinsel gleichmäßig abnutzt.)
  • Heizkörperpinsel (Wie der Name schon verrät wird dieser Pinsel oft für schlecht zugängliche Stellen verwendet (z.B. Heizkörper). Der Stil ist extra lang und ist am Stilende gekrümmt.)
  • Flächenstreicher (Wie der Name schon sagt: Geeignet für große Flächen. Gute Qualität erkannt man an einem Holzstil, einem Eimerhaken aus Metall und einer Fassung aus Edelstahl.)

Achten Sie auch auf das Material der Pinsel. In der Regel haben Pinsel Naturborsten, in den letzten Jahren sind jedoch synthetische Fasern auf dem Vormarsch.

Eine Übersicht der Pinselhaare

Chinaborsten

Lange Zeit der Klassiker unter den Pinseln. Chinaborsten sind Naturborsten von chinesischen Schweinen. Naturborsten sind nicht laugenbeständig und nicht säurebeständig. Es kann deshalb zu Problemen bei Kalk- und Silikatanstrichen kommen – oder bei der Arbeit mit Ablaugmitteln.

Der Nachteil von Chinaborsten ist, dass sie bei der Arbeit mit wasserbasierten Lacken und Farben aufquellen.

Rosshaar

Pferdehaar ist weitgehend zylindrisch und hat keine natürliche Spitze. Hochwertige Tapezierbürsten werden mit angespitzten Pferdehaaren hergestellt.

Fibre

Fibre ist eine pflanzliche Naturfaser und eignet sich, anders als die Chinaborsten, zur Verarbeitung von Kalkanstrichen. Außerdem können Fibre-Bürsten zur Verarbeitung von Bitumenanstrichen verwendet werden. Auch Abbeizer und Ablauger können damit aufgetragen werden.

Chinex

Chinex ist eine von DuPont entwickelte synthetische Faser, die speziell für die Pinselindustrie erfunden wurde. Diese künstliche Faser vereint die Vorteile der Naturborsten und hat gleichzeitig die Nachteile (Abrieb und Feuchtigkeitsaufnahme) beseitigt.

Der Vorteil von synthetischen Fasern ist, dass diese nicht aufquellen und auch einfacher zu reinigen sind. Außerdem sind sie auch für aggressive Stoffe wie Abbeizer geeignet.

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